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IFS-TAGUNG ZUR ERHALTUNG VON
FASSADENPLATTEN AUS NATURSTEIN

Vielen Bauten der Moderne sind mit Fassadenplatten aus Naturstein bekleidet. Farbigkeit und Struktur ver-schiedener Natursteine sowie die unterschiedlichen Formate von Fassadenplatten wurden seit den 1920er Jahren als wichtige Gestaltungsmerkmale eingesetzt und werden an vielen Baudenkmälern als erhaltenswerte Elemente eingeschätzt.
Im Lauf der Zeit altern auch Fassadenplatten und es entwickeln sich Verwitterungsschäden, sowohl im Naturstein als auch im dahinter liegenden Beton oder Mauerwerk. Bei Platten aus Marmor, aber auch aus anderen Natursteinen kann es zu schadensträchtigen Verbiegungen kommen. Risse, Abplatzungen und Ankerdornausbrüche können auftreten. Schäden an den Verbindungen zur Tragkonstruktion können sich ebenso bilden, wie beispielsweise Bewehrungskorrosion in der Betonkonstruktion. Unterschiedliche Konstruktionsweisen sind zu berücksichtigen. Letztlich gibt es viele Gründe, die zu Standsicherheitsproblemen führen können. Zudem sind im Lauf der letzten Dekaden die energetischen Anforderungen gestiegen, die manchmal Eingriffe in den Bestand erforderlich oder wünschenswert machen.

Mainz  
Mainz, Rathaus von Arne Jacobsen, fertiggestellt 1973. Natur-steinplatten aus norwegischen Porsgrunner Marmor. Seit 1996 werden Nachverdübelungen zur Sicherung stark verbogener und gerissener Platten durchgeführt. Die Instandsetzung ist für die nächsten Jahre vorgesehen.
Fulda
  Fulda, ehemaliges Fernmeldeamt von Sepp Ruf fertiggestellt 1973. Natursteinplatten aus Michelnauer Schlacken-agglomerat. Die Instandsetzung unter Verwendung des glei-chen Natursteinmaterials wurde 2015 abgeschossen (aus Beitrag Hehl, IFS-Bericht Nr. 53)

 

 

 

All diese Faktoren können dazu führen, dass Fassadenplatten abgenommen und ersetzt werden müssen. Oft stellen sich dann neue Probleme, wenn beispielsweise das Originalmaterial nicht mehr verfügbar ist oder heutige Anforderungen nicht mehr erfüllt werden. Dann müssen andere Materialien oder geeignete Zusatzmaßnahmen gefunden werden. In nicht wenigen Fällen geht der Altbestand weitgehend oder vollständig verloren.
Aus Anlass der Planungen zur Instandsetzung des Mainzer Rathauses befasste sich am 23.05.2017 eine Tagung des IFS mit der „Erhaltung von Fassadenbekleidungen aus Naturstein an Baudenkmälern“.
Auf der Tagung ging es anhand von Beispielen um die Planung von Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen an denkmalgeschützten Fassaden mit Bekleidungsplatten aus verschiedenen Natursteinen. Die Beurteilung und Prüfung alter und neuer Natursteinplatten wurde dabei besonders thematisiert.
Die schriftlichen Versionen der Tagungsbeiträge sind in der IFS-Berichtsreihe erschienen (Die Erhaltung von Fassadenbekleidungen aus Naturstein an Baudenkmä-lern. IFS-Bericht Nr. 53 – 2017).

KartierungKartierung der verschiedenen Schadensbilder - hier im Beispiel der Verbiegung - als notwendige Voraussetzung für die Zustandsbewertung einer Fassade und für die Planung von Instandsetzungsmaßnahmen (aus Beitrag Siegesmund, IFS-Be¬richt Nr. 53)

 

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